Ich bin immer auf der Suche nach neuen Informationen und freue mich, dass Orbis Ferrorum interessante Vorträge zur Eisenzeit organisiert. Besonders schätze ich, dass diese Vorträge online stattfinden, was meinen Horizont erheblich erweitert und mir ermöglicht, mehr über die faszinierende Geschichte der Eisenzeit zu erfahren.
„Digitaler Vortrag zur Heuneburg“ weiterlesenMonat: Dezember 2025
Brettchenweben in Essen – Begegnungen, Muster & Inspiration
Das Brettchenwebertreffen in Essen war wieder ein Tag voller Inspiration, wunderschöner Borten und spannender Gespräche. Hier ist mein persönlicher Rückblick – und ein kleiner Ausblick auf neue Webprojekte.
Ich bin morgens ganz gut durchgekommen auf der Strecke von Hessen ins Ruhrgebiet. Die üblichen Baustellen und der Kölner Ring waren nicht übermäßig voll. Im Unperfekthaus in Essen angekommen, waren meine lieben Mitweberinnen schon fleißig, hatten mir aber einen Platz in ihrer Mitte freigehalten. Es gab viel zu erzählen und neueste Webprojekte zu zeigen.

Nach einer Mittagspause mit Essen vom Buffet ging es dann für mich an die Auswahl einer Sint-Truiden-Borte. Silvia neben mir war schon am Werk und die Broschierung (Broschierung bedeutet, dass einzelne Fäden oft aus Gold- oder Silberlahn dekorativ über das Gewebe geführt werden – das sorgt für den schönen Glanz) glitzerte schön.
Silvia hatte mir extra noch ein Buch mitgebracht, wo ich in Ruhe nachlesen konnte, was es mit diesen Borten auf sich hat und ich entschied mich für die Borte 111, die Silvia bereits in Anlehnung gearbeitet hatte. Aus meinem Seidenvorrat entschied ich mich für eine grünblaue Seide, die ich mit Hilfe von Barbara auf den Webstuhl aufzog. 25 Brettchen sind gut händelbar (Eine Größe, die weder zu klein für Musterdetails noch zu sperrig für längere Webzeiten wird).
Ich habe dann ein erstes Stück in Köper gewebt und dann gestoppt, weil ich gemerkt habe, dass ich mir besser doch selbst einen Webbrief schreiben sollte und ich im Foto von der Originalborte entdeckte, dass das Original sich doch von Silvias Entwurf unterschied. Da ich eine Rekonstruktion machen möchte, kommt es auch auf Kleinigkeiten an. Daher entschied ich mich für heute Schluss zu machen und in den nächsten Tagen den Webbrief herzustellen.
So verging der Nachmittag wie im Fluge: bei den anderen Weberinnen schauen welche Projekte diese auf dem Webstuhl haben, wie welche Webrahmen funktionieren und viele Geschichten, Pläne für 2026 austauschen.
Ich hatte noch eine Borte von Sint Truiden entdeckt, die mit interessanten Knöpfen versehen ist und gemeinsam haben wir versucht herauszufinden, aus welchem Material die Knöpfe sind und wie man sie vielleicht selbst herstellen kann. Ich liebe diese Treffen, wo die Schwarmintelligenz so hilfreich ist.
Mit Silvia habe ich mich noch über den Vortrag zu Riedlingen unterhalten – wir sind beide gespannt auf die Forschungsergebnisse zu den Textilien.
Ich freue mich immer wieder auf diese Treffen, auch wenn es für mich eine weite Anfahrt bedeutet. Es ist einfach schön mit Leuten zusammenzusitzen, die genauso verrückt sind, wie man selbst.
Ich werde natürlich den Fortschritt der neuen Borte auf der Webseite dokumentieren und freue mich schon auf unser nächstes Treffen im Februar.



Körbe, Weide & Winterlicht – mein VHS-Kursabend
Heute nehme ich euch mit zu meinem VHS-Korbflechtkurs. Ein Abend voller Handwerk, natürlicher Materialien und überraschend viel Ruhe. Und natürlich mit vielen Ideen, die ich mit nach Hause genommen habe.
Mit acht motivierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern (ja es waren nicht nur Damen in unserer Runde), trafen wir uns an einem Freitagabend im Dezember in der Mittelpunkt-Schule in Hartenrod zu einem gemeinsamen kreativen Abend.
Die Teilnehmenden hatte zum Teil eigene Weidenruten geerntet und merkten relativ schnell, welche Ruten sich gut eigneten und welche weniger. Ich hatte auch ein Bündel mit frischen und eingeweichten Weiden mit, so dass wir nach einer kurzen Begrüßungsrunde gleich starten konnten.
Für die Herstellung von Schwingenkörben (Schwingenkörbe sind runde oder ovale Körbe, die aus zwei ineinander liegenden Ringen aufgebaut werden – eine klassische Technik, die stabil und wunderschön ist) müssen zunächst zwei Ringe geformt werden, die ineinander passen – das war schon die erste Herausforderung. Nachdem alle damit fertig waren und festgelegt hatten, welcher Ring zum Henkel wird und welcher zum Rand und wie tief oder flach ihr Korb werden sollte, ging es an des Verbinden der Ringe durch eine spezielle Technik. Diese musste ich immer wieder für jeden einzelnen an einem Demonstrationsstück vormachen und dann ging es los.
Im nächsten Schritt begann die eigentliche Flechtarbeit und in diesem Stadium wurden die Teilnehmenden ruhiger und entspannten sich. Zu diesem Zeitpunkt, konnte auch ich mit einem kleinen Korb beginnen.
Nach den ersten konzentrierten Schritten fiel spürbar die Anspannung ab – die Hände fanden ihren Rhythmus, die Stimmen wurden leiser, und die Weidenruten begannen ihre eigene Geschichte zu formen.
Zwischendurch wurden Fragen beantwortet, Hilfestellung geleistet und im Laufe des Abends entwickeln sich immer mehr – schöne individuelle Körbe. Es erfüllt mich jedes Mal, wenn Menschen entdecken, wie viel Kraft und Freude im Arbeiten mit Naturmaterialien steckt.
Alle Kursteilnehmenden haben einen Korb fertiggestellt und viele wollen nun weiter machen – ich bin gespannt und freue mich, wenn ich Interesse am Korbflechten wecken konnte – denn das Material ist in der Natur vorhanden.
Der nächste Kurs findet vor Ostern statt – ich werde rechtzeitig auf der Webseite darauf hinweisen.



✨ Neues aus meiner Küche – Backhausrezepte, Vorräte & kleine Winterfreuden
In den letzten Wochen ist auf meiner Webseite einiges passiert – ganz besonders in meiner Küchenrubrik.
Während draußen die Tage kürzer wurden, habe ich drinnen gebacken, gekocht, eingeweckt, getrocknet und experimentiert. Und daraus sind gleich mehrere neue Bereiche entstanden, die ich euch gern vorstellen möchte.