Einkochen

In den 80er und 90er Jahren führte ich einen Biobauernhof mit dem Schwerpunkt auf Gemüse. Sechs Foliengewächshäuser, die vor allem mit Tomatenpflanzen bestückt waren, sorgten im Sommer für eine wahre Tomatenschwemme. Um den Überschuss haltbar zu machen, begann ich, die frischen Tomaten in Form von Soßen einzukochen. Dabei wurde mir schnell bewusst, wie praktisch diese Methode der Vorratshaltung ist.

Von meiner Schwiegermutter lernte ich die Kunst des Einkochens von Gurken, und nach und nach entdeckte ich immer mehr Freude an der Verarbeitung von Gartenfrüchten und -gemüse. Als ich einen eigenen Garten anlegte, begann ich, mich intensiv mit verschiedenen Einkochmethoden zu beschäftigen und die Ernte in Gläser zu füllen. Das Weck-Einkochbuch wurde dabei zu meiner „Bibel“ und begleitet mich noch immer bei der Planung und Durchführung meiner Einkochprojekte.

Im Laufe des Jahres freue ich mich immer, wenn sich meine Vorratskammer füllt – eine wahre Schatzkammer aus selbstgemachten Soßen, Marmeladen und Eingelegtem. Das Einkochen hat für mich nicht nur eine praktische, sondern auch eine entspannende und bereichernde Seite.