Beef Jerky mit Honigsenf und Röstzwiebeln

Kurzbeschreibung:
Eine moderne, würzige Jerky-Variante mit leichter Süße und viel Aroma. Perfekt als Snack, haltbar und einfach zuzubereiten. Entstanden aus einem spontanen Küchenexperiment – und inzwischen ein echter Favorit!


Zutaten (für ca. 1 kg Rindfleisch)

  • 1 kg mageres Rindfleisch (Keule, Hüfte oder Roastbeef), in 3–5 mm dünne Streifen geschnitten
  • 60 ml Tomatenketchup
  • 60 ml Sojasoße
  • 2 EL Honigsenf
  • 1 EL Honig
  • 1–2 EL fein zerstoßene Röstzwiebeln
  • 1 TL Paprikapulver (edelsüß)
  • ½ TL Chiliflocken (optional, nach Geschmack)
  • 1 TL Salz
  • 1 EL Balsamico

Zubereitung

1. Fleisch vorbereiten

Das Rindfleisch quer zur Faser in dünne Streifen von 3–5 mm schneiden.
Tipp: halbgefroren lässt es sich besonders gut schneiden.

2. Marinade anrühren

Ketchup, Sojasoße, Honigsenf, Honig, Balsamico, Röstzwiebeln, Paprikapulver, Salz und optional Chili gründlich verrühren.

3. Fleisch marinieren

Die Fleischstreifen in eine Schüssel geben und vollständig mit der Marinade vermischen und danach in einen Beutel mit Zipp-Verschluss geben.
Abgedeckt mindestens 2–4 Stunden, gern über Nacht, durchziehen lassen. (Ich mache es immer über Nacht)

4. Dörrgerät vorbereiten

Die marinierten Streifen ohne Überlappung auf die Gitter des Dörrautomaten legen.

5. Dörren

Bei 65–70 °C etwa 6 Stunden trocknen lassen. Zwischendurch kann man es auch mal wenden oder mehr zusammen legen, da es durch den Trocknungsvorgang schrumpft.
Das Jerky ist fertig, wenn es trocken, aber noch leicht biegsam ist.


Lagerung

In einem luftdichten Glas oder Beutel aufbewahren.
Haltbarkeit: ca. 2 Wochen, im Kühlschrank etwas länger.
Nach dem Öffnen zügig verbrauchen, da das Jerky Feuchtigkeit aus der Luft zieht.

Historischer Hintergrund

Das Trocknen von Fleisch gehört zu den ältesten Methoden der Haltbarmachung überhaupt – lange bevor es Salzbergwerke, Räucheröfen oder Tongefäße gab. Schon in der Steinzeit nutzten Menschen Sonne, Wind und Feuer, um Fleisch haltbar zu machen und für Jagdzeiten oder Wanderwege verfügbar zu halten.

Mit Beginn der Sesshaftigkeit in der Jungsteinzeit wurde das Dörren noch wichtiger: Überschüsse aus der Tierhaltung konnten so über den Winter bewahrt werden. In Bronze- und Eisenzeit ergänzten Rauch, Asche und erhöhte Gestelle die Technik – einfache, aber wirkungsvolle Methoden, um Fleisch aromatisch und lagerfähig zu machen.

Auch wenn dieses Rezept modern ist, knüpft es an ein uraltes Prinzip an:
Dünne Streifen + Wärme + Zeit = Vorrat, so wie Menschen es seit Jahrtausenden praktizieren.

Artikel im Blog zum Thema:

Beef Jerky – meine moderne Weiterentwicklung eines alten Prinzips