Antipasti sind der Auftakt einer italienischen Mahlzeit – und oft schon ein kleines Versprechen dessen, was noch kommt. Sie stehen für das Teilen, für Zeit am Tisch und für die Freude an einfachen, guten Zutaten.
In der italienischen Küche bestehen Antipasti häufig aus eingelegtem oder mariniertem Gemüse, Käse, Oliven oder kleinen Häppchen, die sich gut vorbereiten lassen. Vieles davon stammt aus der Vorratsküche: Gläser, die bereitstehen, wenn Gäste kommen oder man sich selbst etwas Gutes tun möchte.
Auf dieser Seite finden sich Rezepte für klassische Antipasti – eingelegte Zwiebeln, marinierte Tomaten, kleine Gemüsegerichte und andere Köstlichkeiten, die sich wunderbar zu Brot, Wein oder als Teil einer gemischten Antipasti-Platte servieren lassen. Manche sind als Vorspeise gedacht, andere begleiten ein Essen oder stehen ganz für sich – unkompliziert, aromatisch und voller mediterraner Erinnerungen.
Getrocknete Tomaten in Olivenöl gehören zu den Klassikern der italienischen Antipasti-Küche. Aromatisch gewürzt und gut durchgezogen sind sie ein wunderbarer Begleiter zu Brot, Käse oder als Teil einer gemischten Antipasti-Platte. Ein einfaches Vorratsrezept, das sich nach Geschmack variieren lässt.
Zutaten
getrocknete Tomaten
Olivenöl (mild, aber hochwertig)
Kapern
Sardellen
Peperoncino
Pfefferkörner
Oregano
Knoblauch
(Mengen nach Geschmack)
Zubereitung
Die getrockneten Tomaten prüfen: Sind sie sehr hart, kurz in Essigwasser aufkochen, anschließend gut abtropfen und abkühlen lassen.
Saubere Schraubgläser bereitstellen.
Gewürze nach Geschmack in die Gläser geben: Kapern, Sardellen, Peperoncino, Pfefferkörner, Oregano und Knoblauch.
Die getrockneten Tomaten in die Gläser schichten.
Mit Olivenöl aufgießen, bis alle Zutaten vollständig bedeckt sind.
Gläser fest verschließen und einige Tage durchziehen lassen.
Servieren & Verwendung
Die marinierten Tomaten schmecken hervorragend:
zu frischem Brot oder Ciabatta
als Teil einer Antipasti-Platte
zu Käse
fein gehackt in Salaten oder zu Pasta
💡 Hinweise
Die Tomaten müssen immer vollständig mit Öl bedeckt sein.
Kühl und dunkel gelagert halten sie sich mehrere Wochen.
Nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren und zügig verbrauchen.
Insalate & Contorni sind in der italienischen Küche weit mehr als bloße Beilagen. Sie bringen Frische, Farbe und Ausgewogenheit auf den Tisch – manchmal als leichter Einstieg, manchmal als stiller Begleiter zu Fisch oder Fleisch, und oft auch ganz für sich allein.
Salate bestehen aus wenigen, guten Zutaten und leben von der Qualität von Olivenöl, Essig und Gemüse. Contorni hingegen sind warme oder lauwarme Gemüsegerichte: geschmort, gebraten, gebacken oder einfach nur sanft gewürzt.
Auf dieser Seite finden sich beide Varianten – einfache Salate, mediterrane Gemüseküche und kleine Gerichte, die genau das tun, was sie sollen: ein Essen ergänzen oder selbst im Mittelpunkt stehen.
Kleiner Sidefact – ich liebe Aceto Balsamico in verschiedensten Varianten und habe immer ein Ensemble im Haus für die verschiedensten Gelegenheiten.
Dieser Kürbissalat verbindet feines, blanchiertes Kürbisfleisch mit knackigem Gemüse, Schafskäse und einer milden Paprika-Vinaigrette. Ein wunderbar leichter, aber dennoch aromatischer Salat – ideal als Vorspeise oder als Beilage zu Fleisch- oder Fischgerichten.
Zutaten (4 Portionen)
250 g Moschuskürbisfleisch, geschält
250 g Erbsen (in der Schote)
50 g weiße Zwiebel
2 Knoblauchzehen
250 g grüne Paprika
120 g Schafskäse
100 g Cocktailtomaten
einige Blätter Romanasalat
50 g schwarze Oliven
Für die Vinaigrette:
3 EL milder Weißweinessig
1 EL Zitronensaft
Salz, Pfeffer
6 EL Olivenöl
ca. 100 g grüne Paprika (für die Würfel)
Zubereitung
Das Kürbisfleisch zunächst in etwa 1 mm dünne Scheiben schneiden, anschließend in ca. 5 cm lange Streifen.
Die Erbsen aus den Schoten lösen.
Den Kürbis 1 Minute in kochendem Salzwasser blanchieren, sofort in kaltem Wasser abschrecken und gut abtropfen lassen.
Die Erbsen 2 Minuten blanchieren, ebenfalls abschrecken und abtropfen lassen.
Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken.
Paprika vom Stielansatz befreien, Kerne und Scheidewände entfernen und die Schoten in feine Ringe schneiden.
Den Schafskäse grob zerbröckeln.
Tomaten waschen, vierteln und den Stielansatz entfernen.
Romanasalat waschen und trocken schleudern.
Paprika-Vinaigrette
100 g Paprika fein würfeln.
Weißweinessig, Zitronensaft, Salz und Pfeffer verrühren.
Das Olivenöl unter Rühren einarbeiten.
Paprikawürfel unterheben und die Vinaigrette abschmecken.
Anrichten
Die vorbereiteten Salatzutaten zusammen mit den Romanasalatblättern und den Oliven auf Tellern anrichten. Mit der Paprika-Vinaigrette beträufeln und sofort servieren.
💡 Tipp: Der Salat lässt sich gut vorbereiten – die Vinaigrette separat aufbewahren und erst kurz vor dem Servieren unterheben.
Meine Liebe zur italienischen Küche begann ganz unspektakulär – in einem VHS-Kochkurs, den zwei wunderbare Herren leiteten: Heinz Hahn und Nicola Buico. Semester für Semester habe ich mitgekocht, gekostet und gelernt, wie sehr italienisches Essen mit Lebensfreude zu tun hat. Eines Tages hieß es: „Lass uns doch in Italien kochen!“ Und so stand ich schließlich am Lago Trasimeno in Umbrien – zwischen Olivenhainen, Staffeleien und dampfenden Töpfen. Tagsüber malten wir Aquarelle in der Landschaft, abends wurde gemeinsam gekocht, gelacht und gegessen. Diese Zeit hat Spuren hinterlassen – in meinen Bildern, in meinem Herzen und in meiner Küche. Seitdem begleitet mich die italienische Küche durchs Leben. Ich liebe ihre Einfachheit, die Frische der Zutaten und den Duft von Kräutern, auch wenn ich den Knoblauch leider weglassen muss. Auf dieser Seite möchte ich die Rezepte teilen, die mich seit damals begleiten – Erinnerungen an warme Abende, gute Gespräche und das Lebensgefühl Italiens.
🪶 „Italienisch kochen heißt, Zeit, Sonne und Seele auf den Teller zu bringen.“
🌿 Meine Lieblingsregionen: Toskana & Umbrien
Beide Regionen sind das Herz der italienischen Küche – bodenständig, aromatisch und mit Liebe zum Detail. In der Toskana duften Rosmarin und Salbei durch die Dörfer, und auf den Tellern liegen einfache Gerichte aus besten Zutaten: Pasta mit frischen Kräutern, Pecorino, Olivenöl, Weißbrot und ein Glas Chianti. Umbrien, das grüne Herz Italiens, ist stiller, aber nicht weniger genussvoll. Hier entstehen würzige Eintöpfe, Wildgerichte, Linsen aus Castelluccio und natürlich die berühmten schwarzen Trüffel von Norcia. Beide Regionen verbinden Geschmack und Landschaft zu einer ganz eigenen Art von Lebensfreude.