Ich bin ein echter Fan von selbstgemachten Marmeladen, Chutneys und Ketchup. Besonders freue ich mich über die reiche Ernte aus meinem eigenen Garten: Der Kirschbaum und die zwei Zwetschgenbäume liefern reichlich Früchte, die ich mit Liebe und Leidenschaft verarbeite. Dabei entdecke ich immer wieder neue Ideen, wie ich diese köstlichen Obstsorten in besondere Kreationen umsetzen kann.
Ein ganz besonderer Favorit ist mein Zwetschgenketchup – eine würzige, fruchtige Alternative zu herkömmlichem Ketchup, die sich hervorragend zu Gegrilltem oder als Dip eignet. Und dann gibt es da noch meine Kirschmarmelade mit Amaretto. Diese Kombination aus fruchtigen Kirschen und dem zarten, nussigen Aroma des Amarettos ist einfach unwiderstehlich und sorgt für einen echten Genussmoment.
Chutneys, Marmeladen und Ketchup sind für mich nicht nur eine Möglichkeit, die Obsternte aus dem Garten haltbar zu machen, sondern auch eine kreative Art, Geschmack und Aromen in verschiedenen Gerichten zu bereichern. Wenn du ebenfalls Lust hast, deine eigene Vorratskammer mit leckeren Fruchtaufstrichen zu füllen, findest du hier meine Lieblingsrezepte.
In meiner Küche liebe ich es, mit natürlichen Zutaten zu experimentieren und verschiedenste Getränke und Gewürze anzusetzen. Schon seit Jahren setze ich verschiedene Liköre an, die ich dann gerne verschenke – eine persönliche Geste, die immer gut ankommt. Besonders in den Sommermonaten nutze ich die Fülle an Obst von meinen eigenen Bäumen und presse frische Säfte, die sich wunderbar für eigene Kreationen eignen.
Ein besonderer Favorit in meiner Sammlung ist der Holunderblütensirup – der Duft und Geschmack dieser zarten Blüten sind einfach unverwechselbar und geben Getränken, Desserts oder auch Salaten eine ganz besondere Note.
Seit kurzem habe ich auch das Herstellen von Gewürzen für mich entdeckt. Einige Gewürzpflanzen, wie Chili und Paprika, lassen sich wunderbar haltbar machen und bereichern meine Küche das ganze Jahr über. Ebenso experimentiere ich mit verschiedenen Ölen und Essigen, die nicht nur als Gewürze in der Küche, sondern auch als tolle Geschenkideen dienen.
Es macht mir immer wieder Freude, neue Kreationen zu testen, die mich und andere bereichern – sei es als erfrischendes Getränk oder als besondere Zutat für die tägliche Küche.
In den 80er und 90er Jahren führte ich einen Biobauernhof mit dem Schwerpunkt auf Gemüse. Sechs Foliengewächshäuser, die vor allem mit Tomatenpflanzen bestückt waren, sorgten im Sommer für eine wahre Tomatenschwemme. Um den Überschuss haltbar zu machen, begann ich, die frischen Tomaten in Form von Soßen einzukochen. Dabei wurde mir schnell bewusst, wie praktisch diese Methode der Vorratshaltung ist.
Von meiner Schwiegermutter lernte ich die Kunst des Einkochens von Gurken, und nach und nach entdeckte ich immer mehr Freude an der Verarbeitung von Gartenfrüchten und -gemüse. Als ich einen eigenen Garten anlegte, begann ich, mich intensiv mit verschiedenen Einkochmethoden zu beschäftigen und die Ernte in Gläser zu füllen. Das Weck-Einkochbuch wurde dabei zu meiner „Bibel“ und begleitet mich noch immer bei der Planung und Durchführung meiner Einkochprojekte.
Im Laufe des Jahres freue ich mich immer, wenn sich meine Vorratskammer füllt – eine wahre Schatzkammer aus selbstgemachten Soßen, Marmeladen und Eingelegtem. Das Einkochen hat für mich nicht nur eine praktische, sondern auch eine entspannende und bereichernde Seite.
Brotbacken hat eine lange Geschichte, die mindestens bis in die Eisenzeit zurückreicht, wie etwa der Fund des „Nauheimer Brotes“, das zeigt, dass diese Kunst bereits vor Jahrtausenden praktiziert wurde. Ende der 80er Jahre nahm ich an einem VHS-Kurs „Backen im Backhaus“ teil. Zu dieser Zeit zog ich in ein kleines Dorf, in dem ein ungenutztes Backhaus stand, und es war mein Wunsch, dieses Stück Tradition wiederzubeleben. Gemeinsam mit meinen Nachbarn machten wir uns ans Werk und begannen regelmäßig zu backen: eine Ladung Brote, Pizza, Kuchen – und der Duft zog durchs ganze Dorf.
Die Geschichte der Backhäuser
Bis zum Spätmittelalter geschah das Brotbacken weitgehend zuhause. Die hohe Brandgefahr und die Verknappung der Energiequelle Holz waren die Gründe für die Auslagerung des Backens in Gemeinde-Backhäuser. 1839 erließ sogar das Großherzogtum Hessen eine Verordnung, die das Backen zuhause verbot. In den letzten Jahrhunderten waren sie nicht nur praktische Einrichtungen, sondern echte Treffpunkte des Dorflebens. Ein eigener Ofen war teuer, und Holz war wertvoll – also schlossen sich die Dorfbewohner zusammen, bauten ein gemeinsames Backhaus und nutzten es abwechselnd.
An den Backtagen brachte jede Familie ihren vorbereiteten Teig ins Backhaus. Dort heizte man den Ofen mit Buchenholz an, wartete geduldig, bis die schweren Gewölbesteine die Hitze aufgenommen hatten, und zog dann die Glut heraus. Erst dann begann das eigentliche Backen: Brotlaibe wurden eingeschossen, die Türen geschlossen, und die Strahlungswärme erledigte den Rest.
Oft entstanden riesige Brote von acht bis zwölf Pfund – sie sollten für die ganze Woche reichen. Und während man wartete, wurde geredet, gelacht, geholfen und beraten. Das Backhaus war ein Ort der Gemeinschaft, genauso wichtig wie das Brot selbst.
Mit der Verbreitung moderner Küchenöfen verschwanden viele Backhäuser oder wurden nur noch selten genutzt. Doch heute erleben sie eine Renaissance: Weil Brot aus dem Holzbackofen einen unverwechselbaren Geschmack hat – und weil ein gemeinsamer Backtag immer auch ein Stück gelebte Tradition ist.
Backen im Backhaus
Brotrezepte Backhaus
Kuchenrezepte Backhaus
Heute, viele Jahre später, bin ich auf der Zeiteninsel aktiv, wo wir bereits einen Lehmbackofen gebaut haben, und im kommenden Jahr werden wir einen weiteren für die Eisenzeitstation errichten. Diese Erfahrungen haben meine Liebe zum Brotbacken geprägt und mich dazu inspiriert, Rezepte zu entwickeln, die speziell für moderne Backhäuser und Lehmbacköfen geeignet sind.
Obwohl das Handwerk des Brotbackens Jahrtausende alt ist, sind die Rezepte, die ich hier teile, ganz im Einklang mit der modernen Küche. Sie bieten einfache und genussvolle Möglichkeiten, frisches, selbstgebackenes Brot zu zaubern – und das in einem Ofen, der mit traditionellen Mitteln arbeitet. Die Rezepte sind darauf ausgelegt, dass jeder, der einen eigenen Lehmbackofen oder einen modernen Ofen zu Hause hat, die Freude am Brotbacken erleben kann.
In meiner modernen Küche treffen Garten, Natur und Vorratskammer aufeinander. Ich koche gern frei nach Gefühl – mit dem, was gerade da ist, was wächst, was reif ist oder was ich im Laufe des Jahres in Gläser und Flaschen gefüllt habe. Mal entstehen schnelle Alltagsgerichte, mal ruhige Küchenmomente, in denen Marmeladen blubbern, Brote knuspern oder duftende Kräuter trocknen.
Kochen ist für mich ein Kreislauf der Jahreszeiten: die ersten Wildkräuter im Frühling, frisches Gemüse aus dem Garten, Tomaten, Beeren und Äpfel im Sommer und Herbst – und all die kleinen Schätze, die ich daraus einmache, dörren oder presse. Ich liebe es, Vorräte anzulegen, Chutneys zu kochen, mein eigenes Paprika Edelsüß herzustellen, Apfelsaft zu pressen oder Gemüse und Pilze haltbar zu machen.
Ein großer Teil meiner Küche ist das Haltbarmachen: einkochen, einlegen, fermentieren, trocknen. Ein zweiter Teil besteht aus dem, was ich frisch zubereite – Brot, Salate, Gemüsegerichte und spontane Rezepte, die „aus dem Moment heraus“ entstehen.
Auf dieser Seite zeige ich die verschiedenen Arten des Kochens, Verarbeitens und Haltbarmachens, die mich durchs Jahr begleiten – eine bunte Mischung aus Natur, Garten, Vorrat und moderner, alltagstauglicher Küche.
Kochen und Backen
🍞 Brotbacken Brot, Brötchen und Teige, die nach Backhaus duften – mit einfachen Zutaten, gern frei nach Gefühl und oft mit saisonalen Ergänzungen aus dem Garten.
🥗 Salate & Gemüse Frische, schnelle Gerichte aus dem, was Garten, Markt und Natur gerade schenken. Leicht, spontan und immer wandelbar.
🍳 Moderne Gerichte Alltagsküche ohne Schnickschnack: schnelle Rezepte, Pfannengerichte, spontane Ideen und die kleinen Gerichte, die einfach „entstehen“.
Haltbarmachen und Vorrat
Marmeladen & Chutneys Süße und würzige Vorratsschätze aus Obst und Gemüse – gekocht, gerührt, eingedickt und mit Liebe abgefüllt.
Einkochen Suppen, Gemüse, Saucen und komplette Mahlzeiten, die lange haltbar bleiben. Für Vorratsfreude im Glas.
Dörren & Trocknen Jerky, Kräuter, Obst, Pilze und Gemüse: haltbar, aromatisch und perfekt für den Wintervorrat oder unterwegs.
Getränke & Gewürze Hausgemachtes aus Küche und Garten: Apfelsaft, Sirupe, Kräutersalze, Öle, Essige und selbst gemahlene Gewürze wie mein Paprika Edelsüß.