Käs zum Kuchen (Quarkmasse)

Ein schlichtes, cremiges Rezept für die Käsefüllung eines klassischen Quarkkuchens.

🥣 Zutaten nach Rezeptbuch:

  • 2 Pfund Quark
  • 3 Tassen Milch
  • 6 Esslöffel Mehl
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 4 Eier (das Eiweiß zu Schnee schlagen)
  • ¼ Pfund Butter (ca. 125 g)
  • 200 g Zucker

🔥 Zubereitung nach Rezeptbuch:

Butter, Zucker und Eigelb cremig rühren.
Mehl, Milch, Vanillezucker und Quark nach und nach einarbeiten.
Zum Schluss den steif geschlagenen Eischnee vorsichtig unterheben.
Die Masse auf einen vorbereiteten Teig geben und goldgelb backen.

Kaum ein Kuchen wurde in den 1950er Jahren so oft gebacken wie Käsekuchen.
Er stand für Sonntagsfreude, Nachbarschaft und ein bisschen Luxus nach den entbehrungsreichen Jahren.
Jede Familie hatte ihr eigenes Rezept – mal mit Rosinen, mal ohne, mal mit Mürbteigboden, mal mit Semmelbröseln bestreut.
Allen gemeinsam war der unverwechselbare Duft von Quark, Vanille und warmer Butter.


🥣 Zutaten modern:

Für den Boden:

  • 250 g Mehl
  • 125 g Butter
  • 80 g Zucker
  • 1 Ei
  • 1 TL Backpulver

Für die Füllung:

  • 750 g Quark (20 %)
  • 200 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 3 Eier
  • 1 Päckchen Vanillepuddingpulver
  • 100 g Butter (flüssig, leicht abgekühlt)
  • 250 ml Milch
  • Saft und Schale einer halben Zitrone
  • optional: eine Handvoll Rosinen

🔥 Zubereitung modern:

  1. Alle Zutaten für den Boden rasch zu einem Teig verkneten, kaltstellen und anschließend in eine gefettete Springform (Ø 26 cm) drücken – dabei einen kleinen Rand formen.
  2. Für die Füllung Quark, Zucker, Vanillezucker, Eier, Puddingpulver, Zitronenschale und -saft verrühren.
  3. Butter und Milch unterrühren, bis eine glatte, cremige Masse entsteht.
  4. Die Füllung auf den Teigboden geben und glattstreichen.
  5. Im vorgeheizten Ofen bei 175 °C (Ober-/Unterhitze) etwa 60 Minuten backen.
  6. Im ausgeschalteten Ofen bei leicht geöffneter Tür auskühlen lassen – so reißt die Oberfläche nicht.

(In alten Rezepten steht oft: „Den Ofen beobachten, nicht die Uhr“ – und tatsächlich war das goldene Braun die beste Backuhr.)


Tipp oder Erinnerung

Viele Hausfrauen bestäubten den Käsekuchen nach dem Abkühlen leicht mit Puderzucker oder legten Zuckermandeln auf die Mitte – ein kleines Zeichen von Liebe zum Detail.
Serviert wurde er oft lauwarm, begleitet von Filterkaffee und Vanilleduft – ein Stück 50er-Jahre-Sonntag, wie er im Buche stand.

🕰️ Mehr aus der Küche der 1950er Jahre

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Schokoladenhäufchen

Ein einfaches, kräftiges Kleingebäck mit Haselnüssen und Schokolade – schnell gemacht und wunderbar aromatisch.

Zutaten

  • 125 g Zucker
  • 75 g gemahlene Haselnüsse
  • 2 Eier
  • 100 g Schokolade (gerieben oder geschmolzen)

Zubereitung

  1. Eier und Zucker schaumig rühren.
  2. Haselnüsse und geriebene Schokolade unterheben.
  3. Mit einem Teelöffel kleine Häufchen auf ein Backblech setzen.
  4. Bei 180 °C ca. 15 Minuten backen, bis sie leicht glänzen und fest werden.

Kaffeekuchen (Otto Storck)

Ein würziger Rührkuchen mit kräftigem Kaffeearoma – schlicht, aber duftend und wunderbar weich. Dieses Rezept trägt einen Namen – und das war in den 1950er Jahren meist ein gutes Zeichen.
Der „Kaffeekuchen von Otto“ wurde in vielen Familien handschriftlich weitergegeben, oft mit kleinen Zusätzen am Rand wie „sehr locker!“ oder „immer gut gelungen“.
Er duftet nach Butter, Nüssen und einem Hauch Kaffee – ein Kuchen, der perfekt zum Sonntagskaffee passte und mit seinem feinen Aroma sofort Gemütlichkeit verbreitete.

🥣 Zutaten nach Rezeptbuch:

  • 250 g Mehl
  • 250 g Zucker
  • 2 Eier (das Eiweiß zu Schnee schlagen)
  • 1 Tasse starker schwarzer Kaffee
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 guter Teelöffel Zimt
  • ½ kleine Nelke (oder 1 Prise gemahlene Nelken)

🔥 Zubereitung nach Rezeptbuch:

  1. Eigelb mit Zucker schaumig rühren.
  2. Kaffee und Zimt unterrühren.
  3. Mehl und Backpulver mischen und nach und nach einarbeiten.
  4. Den Eischnee vorsichtig unterheben.
  5. In eine gefettete Kastenform füllen und bei 180 °C etwa 40 Minuten backen.

🥣 Zutaten modern

  • 250 g Butter (weich)
  • 200 g Zucker
  • 4 Eier
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 300 g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 2 EL Instantkaffee (in 2 EL heißem Wasser gelöst)
  • 100 g gemahlene Haselnüsse oder Mandeln
  • 100 ml Milch
  • 1 Prise Salz
  • optional: 1 EL Kakaopulver für dunklere Farbe

🔥 Zubereitung modern

  1. Butter, Zucker, Vanillezucker und Eier cremig rühren.
  2. Mehl, Backpulver, Salz und Nüsse mischen, abwechselnd mit der Milch unterrühren.
  3. Zum Schluss den aufgelösten Kaffee und eventuell Kakaopulver hinzufügen.
  4. Den Teig in eine gefettete Kastenform füllen und glattstreichen.
  5. Bei 175 °C (Ober-/Unterhitze) etwa 50–55 Minuten backen, bis der Kuchen goldbraun ist und wunderbar duftet.
  6. Nach dem Abkühlen mit Puderzucker bestäuben oder mit einem dünnen Kaffeeguss überziehen.

(In alten Heften stand oft: „Kaffeekuchen hält sich gut und schmeckt am zweiten Tag noch besser“ – das war das Zeichen eines soliden Hausrezepts.)


Tipp oder Erinnerung

Für den Guss 100 g Puderzucker mit 1–2 EL starkem Kaffee glattrühren und über den erkalteten Kuchen geben.
Wer mag, bestreut ihn mit ein paar gehackten Nüssen – das gab ihm damals wie heute einen Hauch von Sonntagsglanz.



🕰️ Mehr aus der Küche der 1950er Jahre

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Kleie-Haselnuss-Plätzchen (nach Schäfer Erna)

Ein einfaches, aber raffiniertes Gebäck aus der Nachkriegszeit – ballaststoffreich durch Kleie, fein süß durch die Haselnuss-Baisermasse obenauf. Ein Rezept mit Geschichte – überliefert von Erna, die in den 1950er Jahren für ihr feines Gebäck bekannt war.
Die Kleie-Haselnussplätzchen sind schlicht und kräftig zugleich: kernig durch die Kleie, zart im Biss durch die Butter, und mit diesem nussigen Duft, der jede Küche in eine kleine Weihnachtsbäckerei verwandelte.

🥣 Zutaten nach Rezeptbuch:

Für den Teig

  • 125 g Butter
  • 125 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 3 Eigelb
  • 250 g Mehl (ein Teil kann durch Weizenkleie ersetzt werden)

Für den Belag

  • 3 Eiweiß
  • 150 g Zucker
  • 2 EL gemahlene Haselnüsse

🔥 Zubereitung nach Rezeptbuch:

  1. Butter, Zucker und Vanillezucker schaumig rühren. Eigelb unterziehen, dann Mehl (Kleie) unterarbeiten.
  2. Mit einem Teelöffel kleine Häufchen auf ein Blech setzen.
  3. Für den Belag Eiweiß steif schlagen, Zucker nach und nach zugeben und Haselnüsse unterheben.
  4. Je einen Klecks davon auf die Teighäufchen setzen und bei 180 °C goldgelb backen (10–15 Minuten).

🥣 Zutaten modern

  • 200 g Butter (weich)
  • 150 g Zucker
  • 2 Eier
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 200 g Mehl
  • 100 g gemahlene Haselnüsse
  • 50 g feine Weizenkleie oder Haferkleie
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • nach Belieben: etwas Zitronenschale oder 1 EL Rum

🔥 Zubereitung modern

  1. Butter, Zucker, Vanillezucker und Eier cremig rühren.
  2. Mehl, Backpulver, Kleie, Haselnüsse und Salz mischen, nach und nach unterrühren.
  3. Den Teig kurz ruhen lassen, damit die Kleie quellen kann (ca. 10 Minuten).
  4. Mit zwei Teelöffeln kleine Häufchen auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen oder zu kleinen Kugeln rollen und leicht flachdrücken.
  5. Bei 180 °C (Ober-/Unterhitze) ca. 10–12 Minuten backen, bis die Ränder leicht gebräunt sind.
  6. Auf dem Blech auskühlen lassen – frisch sind sie knusprig, nach einem Tag schön mürbe.

(In alten Rezeptheften stand oft: „Ernes Plätzchen halten ewig“ – und tatsächlich blieben sie in Blechdosen wochenlang aromatisch.)


Tipp oder Erinnerung

Ein wenig fein geriebene Zitronenschale hebt das Aroma der Haselnüsse.
In den 1950er Jahren galt Kleie als besonders gesund – ein kleiner Beitrag zur „kräftigenden“ Weihnachtsbäckerei.


📸 Bild folgt


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Pralinen

Zutaten:

  • 1 ½ Pfund Palmin (also Kokosfett)
  • ½ Pfund Staubzucker (Puderzucker)
  • 50 g Kokosflocken
  • 1/8 Pfund Kakao (ca. 60 g)
  • 1 Fläschchen Rum

Zubereitung (rekonstruiert):
Palmin schmelzen, mit Staubzucker, Kakao und Kokosflocken verrühren.
Den Rum unterziehen, Masse abkühlen lassen, kleine Kugeln formen und in Kokosflocken oder Kakao wälzen.

Ein klassisches Rezept aus den 40er/50er Jahren, als Palmin als „edler Ersatz“ für Schokolade galt.
Diese Sorte Pralinen taucht in vielen Nachkriegsrezepten auf – einfach, ohne echte Kuvertüre, aber sehr beliebt.