Kuchen aus dem Backhaus – deftig & süß

Ein Backtag im alten Backhaus endet selten nur mit Brot. Wenn die Hitze langsam fällt und der Stein noch genug Wärme hält, beginnt die Zeit für Kuchen – kräftig, herzhaft oder wunderbar süß. Zwiebelkuchen, Apfelkuchen, Rahmkuchen oder ein einfacher Blechkuchen: Im Holzbackofen bekommen sie alle dieses ganz besondere Aroma, das man zuhause im Ofen kaum nachbauen kann.

Die Mischung aus Resthitze, leichtem Rauchduft und gleichmäßiger Strahlungswärme zaubert Kuchen, die außen goldbraun und innen saftig sind. Ob deftige Klassiker oder süße Lieblingsrezepte – hier findest du meine erprobten Backhauskuchen, die den Backtag perfekt abrunden.

Zwiebelkuchen (Hefeteig + Belag)

Zutaten:

  • 250 g Roggenmehl
  • 150 g Weizenmehl
  • 10 g Salz
  • 1 TL Sojamehl
  • ½ Päckchen Hefe
  • 500 g Sauerteig
  • Wasser

Belag:

  • 1 kg Zwiebeln
  • 2 Becher süße Sahne
  • 4 Eier
  • Salz, Paprika, Pfeffer, Curry
  • 4 EL Gustin (Stärkepulver)

Zubereitung:
Teig herstellen und gehen lassen.
Zwiebeln schneiden und dünsten.
Sahne, Eier und Gustin kurz aufkochen, Zwiebeln einrühren.
Teig auf ein gefettetes Blech ausrollen, Masse verteilen.
10 Minuten gehen lassen.
Bei heißem Ofen backen, danach bei 200–220 °C ausbacken.
Backzeit: 30–40 Min


Brotrezepte für das Backhaus

Das Backen im traditionellen Backhaus ist ein besonderes Erlebnis: Der Duft des Holzes, die gespeicherte Hitze im Stein und das ruhige Arbeiten mit dem Teig schaffen Brote mit einer ganz eigenen, ursprünglichen Qualität.
Hier findest du meine klassischen Brotrezepte – erprobt im Holzbackofen und ideal für Backhausbäckerinnen und -bäcker.

6-Kornbrot

Zutaten:

  • 300 g Getreidemischung (gemahlen)
  • 200 g Weizenmehl
  • 500 g Sauerteig
  • 1 EL Sojamehl
  • ½ Päckchen Hefe
  • 15 g Salz
  • Wasser

Zubereitung:
Teig bereiten, gehen lassen, formen und im Holzbackofen ausbacken.


Bauernbrot – normal

Zutaten:

  • 800 g Sauerteig
  • 400 g Roggenmehl Type 997
  • 250 g Weizenmehl Type 405
  • 20 g Salz
  • ½ Päckchen Hefe
  • etwas Sojamehl (optional)
  • Wasser
  • nach Wunsch: Brotgewürz

Zubereitung:
Alle Zutaten zu einem mittelfesten Teig verkneten (Salz nicht direkt auf die Hefe geben).
Teigtemperatur ca. 28 °C einhalten, 30 Minuten ruhen lassen.
Brote formen und im Holzbackofen bei 260 °C fallend backen.


Bauernbrot – kräftig

Zutaten:

  • 1000 g Sauerteig
  • 300 g Weizenmehl Type 1050
  • 300 g Roggenmehl Type 1150
  • 20 g Salz
  • ½ Päckchen Hefe
  • 1 EL Sojamehl
  • Wasser

Zubereitung:
Wie beim normalen Bauernbrot:
Teigtemperatur 28 °C, Teigruhe 30 Min, Backen bei 260 °C fallend.


Capeller Kartoffelbrot

Zutaten:

  • 400 g Roggenmehl
  • 200 g Weizenmehl
  • 300 g Sauerteig
  • 100 g Kartoffelbrei (abgekühlt!)
  • 30 g Hefe
  • 15 g Salz
  • 1 EL Sojamehl
  • Brotgewürz (optional)
  • Wasser

Zubereitung:
Kartoffelbrei vollständig auskühlen lassen.
Brotteig wie gewohnt bereiten und den Kartoffelbrei beim Kneten unter arbeiten.
Formen und im Holzbackofen ausbacken.


Joghurtbrot

Zutaten:

  • 150 g Joghurt
  • 150 g Weizenmehl
  • 200 g Sauerteig
  • ½ Päckchen Hefe
  • 2 EL Margarine
  • Wasser / Milch
  • 15 g Salz

Zubereitung:
Alle Zutaten zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten.
Formen und im Holzbackofen backen.

Dieses Brot ist mein Lieblingsbrot!


Kasseler im Brotteig

Zutaten:

  • 800 g Sauerteig
  • 400 g Roggenmehl
  • 200 g Weizenmehl
  • 20 g Salz
  • 1 EL Sojamehl
  • ½ Päckchen Hefe
  • Wasser
  • ca. 1 Stück Kasseler (vorher garen!)
  • Senf
  • Kräuter

Zubereitung:

  • Teig herstellen und ruhen lassen.
  • Teig auf ca. 2 cm Dicke ausrollen.
  • Kasseler, das vorher schon gegart wurde, mit Senf und Kräutern bestreichen.
  • Kasseler in den Teig einschlagen.
  • Oben ein großes Loch in den Brotteig drücken, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.
  • Backzeit: ca. 45–60 Minuten (je nach Größe).

Käse-Kräuterbrot

Zutaten:

  • 200 g Roggenmehl
  • 200 g Weizenmehl
  • 800 g Sauerteig
  • ½ Päckchen Hefe
  • 1 EL Sojamehl
  • 15 g Salz
  • Wasser
  • ca. 50–100 g Kräuterfrischkäse
  • frische Salatkräuter nach Belieben

Zubereitung:
Teig wie gewohnt bereiten.
Nach der ersten Teigruhe Käse und Kräuter unterkneten.
Kleine Brote formen und ausbacken.


Landbrot

Zutaten:

  • 400 g Roggenvollkornmehl / Schrot
  • 300 g Weizenmehl Type 1050
  • 800 g Sauerteig
  • 20 g Salz
  • ½ Päckchen Hefe
  • 1 EL Sojamehl
  • Wasser
  • Brotgewürze nach Geschmack

Zubereitung:
Roggenschrot ggf. etwas vorquellen lassen.
Alle Zutaten zu einem Teig verarbeiten, ruhen lassen, formen und backen.


Mischbrötchen

Zutaten:

  • 200 g Roggenmehl
  • 200 g Weizenmehl Type 405
  • 200 g Weizenmehl Type 1050
  • 400 g Sauerteig
  • 15 g Margarine
  • 1 Päckchen Hefe
  • 20 g Salz
  • 20 g Traubenzucker
  • Wasser

Zubereitung:
Teig gut verkneten, ruhen lassen, kleine Brötchen formen.
Backzeit: ca. 20 Minuten.


Nußbrot

Zutaten:

  • 150 g Roggenmehl
  • 100 g Roggenvollkornmehl
  • 500 g Sauerteig
  • ½ Päckchen Hefe
  • 15 g Salz
  • 5 EL Honig
  • ca. 200 g verschiedene Nüsse (Walnüsse, Haselnüsse, Mandeln …)
  • Wasser

Zubereitung:
Nüsse klein schneiden, ggf. anrösten.
Sauerteig und Mehle zu einem Teig verarbeiten, Nüsse unterkneten.
Brote formen, mit Mandeln verzieren und abbacken.
Hinweis: Dieses Brot wird im Holzbackofen sehr schnell dunkel → eher früh aus dem Ofen nehmen.


Roggenbrot

Zutaten:

  • 1000 g Sauerteig
  • 500 g Roggenmehl Type 997/1150
  • 15 g Salz
  • 20 g Hefe
  • etwas Sojamehl
  • Wasser

Zubereitung:
Teig bereiten, 27 °C Teigtemperatur anstreben.
30–40 Minuten Teigruhe.
In bemehlter Form gehen lassen und im Holzbackofen ausbacken.


Speckbrot

Zutaten:

  • 350 g Roggenmehl
  • 250 g Weizenmehl
  • 300 g Sauerteig
  • 15 g Salz
  • ½ Päckchen Hefe
  • 1 EL Sojamehl
  • 150 g Schinkenspeck
  • 1 TL Paprika, Pfeffer / Curry
  • ggf. 2 Knoblauchzehen
  • Röstzwiebeln (optional)
  • Wasser

Zubereitung:
Brotteig wie gewohnt bereiten.
Speck und Knoblauch fein schneiden und mit in den Teig verkneten.
Kleine Brote formen und direkt backen.


Weizenvollkornbrot

Zutaten:

  • 500 g Weizenvollkornmehl
  • 200 g Sauerteig
  • 1 EL Honig
  • 15 g Salz
  • 1 Päckchen Hefe
  • Wasser

Zubereitung:
½ der Mehlmenge als Quellstück ansetzen.
Teigtemperatur 28 °C, 30 Minuten ruhen lassen.
Teigling in Sesam wälzen und in Kastenform abbacken.


Roggenvollkornbrot

Zutaten:

  • 1000 g Sauerteig
  • 700 g Roggenvollkornmehl
  • 1 Päckchen Hefe
  • 15 g Salz
  • 1 EL Sojamehl
  • Wasser

Zubereitung:
Sauerteig der letzten Stufe mit Vollkornmehl mischen.
½ der Mehlmenge als Quellstück ansetzen.
Alles gut verkneten, in Kastenform füllen und abbacken.


Zwiebelbrot

Zutaten:

  • 300 g Roggenmehl Type 997/1150
  • 300 g Weizenmehl Type 1050
  • 800 g Sauerteig
  • 20 g Salz
  • 1 Päckchen Hefe
  • 1 EL Sojamehl
  • Brotgewürz und/oder Kümmel
  • Röstzwiebeln
  • Wasser

Zubereitung:

  • Teigstücke lang auswirken.
  • Auf gemehlte Tücher oder Bretter legen und angehen lassen.
  • Danach nochmal wirken.
  • Bei voller Gare mit der Hand eine Spirale schlingen und das Teigende unter den Teig schieben.
  • Direkt einschießen und ausbacken.

Leinsamenbrot

Zutaten:

  • 700 g Weizenmehl Type 1050
  • 300 g Sauerteig
  • 1 Päckchen Hefe
  • 20 g Salz
  • 50 g Leinsamen
  • Wasser

Zubereitung:

Leinsamen in kochend heißem Wasser 1–2 Stunden vorquellen.
Alle Zutaten gut verkneten und im Holzbackofen backen.


Vollkornbrötchen

Zutaten:

  • 500 g Weizenvollkornmehl
  • 150 g Weizenmehl Type 1050
  • 2 EL Honig
  • 30 g Margarine
  • 100 g Nüsse
  • 100 g Sultaninen
  • Wasser / Milch

Zubereitung:

  • Nüsse klein schneiden und im Ofen anrösten.
  • Sultaninen etwas vorquellen lassen.
  • Alles zu einem geschmeidigen Teig kneten.
  • Backtemperatur: ca. 230 °C
  • Backzeit: 20–30 Minuten

Backen im Backhaus

Grundlagen, Erfahrungen & Tipps

Das Backen im historischen Backhaus ist eine besondere Form des Brotbackens: ursprünglich, handwerklich und geprägt von Erfahrung. Jede Backstube, jeder Ofen, jedes Holz verhält sich ein wenig anders – und gerade das macht den Charme dieser jahrhundertealten Technik aus.
Im Folgenden gebe ich einen Überblick über die typischen Arbeitsschritte und bewährten Grundregeln.


1. Anheizen – die Grundlage für gutes Brot

Ein Holzbackofen braucht Zeit. In der Regel wird der Ofen etwa 2 bis 3 Stunden vor dem Backen angeheizt. Verwendet wird:

  • trockenes, abgelagertes Buchenholz
  • Reisig oder dünnes Anfeuerholz zum Entfachen
  • nach Wunsch etwas Papier zum Starten

Das Holz wird im vorderen Bereich des Ofens beschickt, aufgestapelt und entzündet und bei offenen Zügen zur Glut abgebrannt. Ca 1 Stunde vor Backbeginn wird die glühende Kohle über die ganze Fläche verteilt. Ca. eine halbe Stunde vor Einschießen der Brotlaibe sollte der Ofen ausgekehrt und gereinigt werden, dann müssen die Züge geschlossen sein.

In der kalten Jahreszeit kann es sinnvoll sein, den Ofen einige Stunden vorher leicht vorzutemperieren, damit sich die Wärme gleichmäßig im Mauerwerk verteilt.


2. Temperatur & Einschießen

Der richtige Moment zum Einschießen (also das Hineinbringen der Brote) entscheidet über die Qualität des Backergebnisses.

Typische Orientierung:

  • Zieltemperatur für Brot: ca. 200–220 °C
  • Die Hitze sollte gleichmäßig im Ofen verteilt sein
  • Der Ofen wird vollständig ausgeräumt und ausgewischt, bevor der Teig hineinkommt
  • Die Brote sollten zügig eingeschossen werden, damit nicht zu viel Wärme entweicht

Zu frühes Einschießen führt zu blassen, zu wenig gebackenen Broten,
zu spätes Einschießen dagegen zu dunklen, harten Rinden.

Ein gut eingefeuerter Holzbackofen liefert eine konstante, gespeicherte Strahlungswärme – ideal für kräftige, aromatische Brote.


3. Backprozess – beobachten, nachregeln, ausbacken

Schon nach etwa 10 Minuten lohnt sich ein erster Blick in den Ofen:

  • Bräunen die Brote gleichmäßig?
  • Müssen die Luftzüge geöffnet oder geschlossen werden?
  • Ist ein Umsetzen einzelner Brote notwendig?

Oft werden Brote nach 30–40 Minuten kurz herausgenommen, um sie zu bestreichen (beispielsweise mit Salzwasser oder Kartoffelmehl-Lösung), bevor sie für die restliche Backzeit wieder in den Ofen kommen.

Die Gesamtbackzeit liegt je nach Brotsorte meist bei 50–60 Minuten.

Ein Brot ist fertig, wenn:

  • es beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingt
  • die Kruste die gewünschte Farbe hat
  • es sich gut vom Backschieber lösen lässt

Zum Auskühlen eignen sich Baumwolltücher oder Holzroste – erst nach dem vollständigen Abkühlen sollte das Brot angeschnitten werden.


4. Was das Backhaus so besonders macht

Backen im Backhaus bedeutet:

  • handwerkliche Arbeit und Wissen, das über Generationen weitergegeben wurde
  • ein Zusammenspiel von Holz, Stein und Teig
  • Backen ohne Uhr, aber mit Gefühl, Erfahrung und Beobachtung
  • ein einzigartiges Aroma, das nur ein Holzofen hervorbringt
  • gemeinschaftliches Backen – ursprünglich Dorftrubel, heute ein Erlebnis

Ein Holzbackofen verzeiht wenig, aber belohnt viel: Wer sich auf die traditionelle Arbeitsweise einlässt, erhält ein Brot, das in Aroma, Kruste und Haltbarkeit kaum zu übertreffen ist.


5. Tipps für gelingendes Backhausbrot

  • Nur trockenes, abgelagertes Holz verwenden
  • Teigtemperatur beachten – kalter Teig braucht länger
  • Gärzeiten einhalten, besonders bei Sauerteig
  • Während des gesamten Vorgangs Ruhe bewahren
  • Zeit mitbringen – ein Backtag ist ein Erlebnis
  • Und das Wichtigste: Spaß am Backen haben

Salate und Gemüse

In dieser Rubrik findest du meine liebsten Salatkreationen und Gemüsegerichte, die nicht nur gesund und nahrhaft sind, sondern auch frisch und leicht. Sie eignen sich perfekt für jede Jahreszeit – ob als Hauptgericht oder als Beilage.

Ein ganz besonderer Favorit ist der gemischte Salat mit Thunfisch und Schafskäse – eine wunderbare Kombination aus frischen Zutaten und kräftigem Geschmack. Ebenfalls beliebt ist mein Rukolasalat mit Birnen und Ziegenkäse, der eine süße und würzige Note vereint und ideal als leichtes Sommergericht dient.

Nicht nur Salate kommen bei mir auf den Tisch – auch herzhafte Gemüsegerichte wie gefüllte Zucchini mit Hackfleisch sind ein Genuss. Die Zucchini sind perfekt für eine schnelle, sättigende Mahlzeit und eignen sich hervorragend, um saisonale Zutaten zu nutzen.

Für die vegetarische Küche gibt es auch Zucchinipuffer, die ich gerne zubereite. Sie sind einfach, gesund und perfekt, um Zucchini kreativ zu verarbeiten. Im Herbst darf bei mir natürlich auch eine cremige Kürbissuppe nicht fehlen – ein wahres Soul-Food, das sich wunderbar für kühlere Tage eignet.

Moderne Gerichte

Essen ist für mich mehr als nur Nahrungsaufnahme – es ist eine Leidenschaft, die mich zu immer neuen kulinarischen Entdeckungen führt. Auf dieser Seite teile ich mit dir meine Longtime Favorites: Rezepte, die ich immer wieder gerne koche und die zu den Klassikern in meiner Küche gehören.

Ob das herzhaft-würzige Chili con Carne, das in meiner Familie zu den absoluten Favoriten zählt, oder die Vielfalt der asiatischen Küche, die mich immer wieder begeistert. Besonders die koreanische Küche, die ich in Düsseldorf kennengelernt habe, hat es mir angetan. Ich freue mich darauf, die dortigen Gerichte nachzukochen und meine Liebe zu dieser Küche weiter zu vertiefen.

Sushi gehört auch zu meinen Favoriten, das bereite ich immer wieder selbst zu – mit frischen Zutaten und verschiedenen Aromen, die perfekt harmonieren.

Hier findest du eine Sammlung meiner liebsten Rezepte, die immer wieder für Genussmomente sorgen. Viel Spaß beim Nachkochen!