Besuch auf der Heuneburg – Ein faszinierender Einblick in die Eisenzeit

Für mich war es ein Highlight, im Sommer 2022 einige Fundstellen und Museen in Baden-Württemberg aufzusuchen. Besonders beeindruckend war der Besuch des Freilichtmuseums Heuneburg und des nahegelegenen Museums in Hebertingen.

Schon vom Parkplatz aus sieht man Grabhügel und dann das moderne stilisierte Eingangstor, das den Zugang zu der großen Anlage mit Wällen auf dem Berghang markiert.

Große Schilder erklären die Struktur des Geländes, die Geschichte der Heuneburg und ihre besonderen Strukturen wie die Vorburg und das Steintor.

Auf dem inneren Gelände angekommen führt der Weg zunächst in ein Gebäude, in dem einige Funde ausgestellt sind: bemalte Keramikscherben, Knochenperlen, Fibeln von verschiedenen Fundstellen, die einen kleinen Einblick in das keltische Leben geben.

Richtung rekonstruierter Gebäude kam ich noch an einem Gartenstück vorbei, wo Pflanzen der Eisenzeit angepflanzt waren. Dort habe ich natürlich erst einmal genau geschaut, was es gab – eine größere Varietät als bei uns auf jeden Fall, das zeigt, dass je weiter im Süden, desto besser sind die Handelswege.

Dann war es endlich so weit. Die Bilder hatte ich schon so oft gesehen und nun stand ich auf der rekonstruierten Befestigungsmauer mit Blick über die Donau. Ein großartiger Moment, es waren auch nicht zu viele andere Besuchende vor Ort, so dass ich mir Zeit lassen konnte, alles in mich aufzunehmen.

Im Bereich der Mauer und der rekonstruierten Häuser gab es noch weitere Informationstafeln. Hier wurden Werkstätten eingerichtet, die den Besuchenden Einblicke in die Lebenswelt der Eisenzeit gaben.

Ich habe mich natürlich genau umgeschaut, besonders spannend fand ich die Schmiede, das Mobiliar und vor allem die Beispiele für unterschiedliche Webtechniken. Es ist immer wieder schön, andere Museen zu besuchen und sich von ihnen inspirieren zu lassen.

Im Anschluss habe ich noch das Keltenmuseum Heuneburg besucht, das sich nur wenige Kilometer entfernt in Hebertingen befindet.

Das Gebäude ist eine ehemalige Zehntscheune aus dem 18. Jahrhundert mit einer historischen Bausubstanz, das die modernen Inneneinbauten für das Museum miteinander verbindet. Auf zwei Ebenen wird die Daueraustellung gezeigt. Es startet mit der jungsteinzeitlichen Besiedlung und zieht sich bis zum Ende der Heuneburg. Es gab für mich sehr viel zu sehen und ich habe viele Fotos von Einzelobjekten gemacht, die ich sonst nur aus Büchern kannte. Diorahmen bringen den keltischen Alltag und den Bau der Heuneburg auch kleinen Besuchenden näher. Es gab einen extra Bereich, wo kindgerecht museumspädagisch gearbeitet wurde (Kleidung zum Überziehen usw.).

Insgesamt war der Heuneburgtag von sehr vielen Eindrücken geprägt, ich bin froh, dass ich diesen Ort mit seiner Geschichte endlich persönlich gesehen habe und nehme sehr viel für mich mit.

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