Haselnussmakronen

(Handgeschriebenes Familienrezept, ca. 1950er Jahre)

Ein klassisches Weihnachtsgebäck – süß, nussig, leicht karamellisiert und mit schaumiger Struktur. Das Rezept war sparsam und zugleich raffiniert war.
Haselnussmakronen wurden besonders in der Weihnachtszeit gebacken – oft dann, wenn vom Eierlikör oder vom Biskuitteig Eiweiß übrig geblieben war.
Der feine Duft von Nüssen, Zucker und Vanille gehörte zu jeder Adventsküche jener Zeit.

🥣 Zutaten nach Rezeptbuch:

  • 3 Eigelb
  • ½ Pfund Zucker
  • ¼ Pfund geröstete Nüsse
  • 75 g (nicht eindeutig lesbar – vermutlich Zucker oder Mehl)
  • 3 Eiweiß, zu Schnee geschlagen
  • ¼ Pfund Haselnüsse, fein gemahlen
  • evtl. etwas Backpulver

🔥 Zubereitung nach Rezeptbuch:

Eigelb und Zucker cremig rühren. Die gerösteten Nüsse und die übrigen Zutaten hinzufügen.
Den Eischnee vorsichtig unterheben. Mit einem Löffel kleine Häufchen auf Oblaten setzen und bei mäßiger Hitze goldgelb backen.

🥣 Zutaten modern

  • 3 Eiweiß
  • 150 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 200 g gemahlene Haselnüsse
  • 1 TL Zitronensaft oder einige Tropfen Bittermandelaroma
  • Backoblaten (Ø 4–5 cm)

🔥 Zubereitung modern

  1. Eiweiß mit Zitronensaft steif schlagen.
  2. Zucker und Vanillezucker langsam einrieseln lassen und weiterschlagen, bis die Masse glänzt.
  3. Die gemahlenen Haselnüsse vorsichtig unterheben.
  4. Mit zwei Teelöffeln kleine Häufchen auf die Oblaten setzen.
  5. Bei 140–150 °C (Ober-/Unterhitze) etwa 20–25 Minuten backen – sie sollen hell bleiben und nur leicht bräunen.
  6. Auf dem Blech auskühlen lassen, dann vorsichtig ablösen.

(In alten Rezeptbüchern stand oft: „Nicht zu heiß backen, sonst werden sie hart“ – die sanfte Hitze war das Geheimnis ihrer Zartheit.)


Tipp oder Erinnerung

Manchmal mischte man einen Löffel fein gehackte Schokolade unter den Teig – das galt als kleine „Sonntagsvariante“.
In Blechdosen lagen die Makronen zwischen Lagen aus Butterbrotpapier und blieben wochenlang frisch.



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