Korbwickeln – Nähen mit Naturmaterialien

🧺 Korbwickeln – Nähen mit Naturmaterialien

Korbwickeln – auch Korbnähen genannt – ist eine der ältesten Techniken zur Herstellung von Gefäßen. Bereits in der Steinzeit wurden Körbe aus Pflanzenfasern gefertigt, indem ein Bündel aus Naturmaterialien spiralförmig gewickelt und mit einem Faden vernäht wurde.

Im Gegensatz zum Flechten entsteht die Form hier nicht durch ein Geflecht, sondern durch das kontinuierliche Aufbauen einer Spirale.


🌾 Materialien

Für das Korbwickeln eignen sich verschiedene Naturmaterialien:

  • Binsen
  • Gräser und Heu
  • Lavendel
  • Birkenzweige (z. B. Hängebirke)

Je nach Material werden diese frisch verarbeitet oder vor der Verarbeitung angefeuchtet, damit sie biegsam bleiben.

Als „Nähfaden“ können verwendet werden:

  • Raffiabast
  • Kordel
  • Wolle

Auch Kombinationen sind möglich und ergeben spannende Strukturen und Farbspiele.


🪡 Die Technik

Der Einstieg beginnt mit der sogenannten „Schnecke“ – einer kleinen, fest gewickelten Spirale.

Von dort aus wächst das Gefäß Runde für Runde:

  • Bündel formen
  • umwickeln
  • festnähen
  • neue Fasern einarbeiten

Ist der Boden groß genug, kann entschieden werden, ob eine flache Schale oder ein höheres Gefäß entstehen soll.


✨ Gestaltungsmöglichkeiten

Das Korbwickeln bietet viele kreative Freiheiten:

  • unterschiedliche Formen (Schale, Korb, Gefäß)
  • Materialwechsel für Muster
  • verschiedene Randabschlüsse
  • dekorative Elemente wie Blüten oder Zapfen

Jedes Stück ist ein Unikat.


🌿 Verwendung

Die fertigen Körbe lassen sich vielseitig nutzen:

  • als Dekoration
  • für Naturmaterialien oder Fundstücke
  • als kleine Geschenkkörbe
  • saisonal, z. B. als Osternest

🧡 Meine Kurse

Ich biete regelmäßig Einsteigerkurse im Korbwickeln an.
Dabei lernen die Teilnehmenden Schritt für Schritt die Grundlagen dieser alten Technik und gestalten ihr eigenes erstes Körbchen.

👉 Zum aktuellen Kursbericht:
🌿 Körbe wickeln – ein Abend zwischen Steinzeittechnik und Osterideen