Vanillestangen

Zart, buttrig und mit feinem Vanilleduft – Vanillekipferl sind wohl das Sinnbild für Weihnachtsgebäck der 1950er Jahre.
Damals wie heute gehören sie zu den beliebtesten Plätzchen: schlicht, aber perfekt im Geschmack.
In alten Rezeptheften findet man sie oft handgeschrieben, mit einem Fettfleck in der Ecke – ein Zeichen, wie häufig sie gebacken wurden.


🥣 Zutaten

  • 250 g Mehl
  • 210 g Butter (kalt, in Stückchen)
  • 100 g gemahlene Mandeln (oder Haselnüsse)
  • 80 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • Für die Hülle:
    • 50 g Puderzucker
    • 2 Päckchen Vanillezucker

🔥 Zubereitung

  1. Mehl, Zucker, Vanillezucker, Salz und Mandeln in einer Schüssel mischen.
  2. Butter in Stückchen dazugeben und rasch zu einem glatten Teig verkneten.
  3. Den Teig zu Rollen formen, in Folie wickeln und mindestens 1 Stunde kalt stellen.
  4. Aus den Teigstückchen kleine Kipferl formen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.
  5. Im vorgeheizten Ofen bei 180 °C (Ober-/Unterhitze) etwa 10–12 Minuten backen – sie sollen hell bleiben, nur leicht goldgelb am Rand.
  6. Noch warm vorsichtig in der Puderzucker-Vanillemischung wälzen.

(In alten Haushalten wurde der Vanillezucker oft selbst hergestellt – einfach eine ausgekratzte Schote in ein Glas mit Zucker legen und einige Tage ziehen lassen.)


Tipp oder Erinnerung

Vanillstangen oder Kipferln sind empfindlich – man hebt sie am besten mit zwei Fingern oder einem Messer vom Blech.
In Blechdosen aufbewahrt halten sie sich viele Wochen und schmecken mit jedem Tag mürber und aromatischer.



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